Wie gut eine Person mit Druck umgehen kann, ist individuell verschieden. Manch einer liebt es, von einem Termin zum nächsten zu eilen während andere Menschen wiederum an zu viel Stress zerbrechen. Der Definition ist Stress die psychische und physische Reaktion des Körpers auf äußere Reize. An und für sich ist Stress also nicht unbedingt etwas Negatives. Unsere Reaktion auf Druck hat dem Menschen in den vergangenen Jahrtausenden das Überleben gesichert. Zwei Arten von Stress werden beschrieben:
• Eustress – positiver Stress
• Distress – negativer Stress
In der heutigen Umgangssprache ist Stress überwiegend negativ besetzt. Positiver Stress führt sogar zu Leistungssteigerung, man fühlt sich euphorisch und ist in der Lage, Dinge zu tun von denen man nie zu träumen gewagt hätte. Im Eustress gelingt es, so richtig aus sich herauszugehen. Ob jemand mit negativem Stress umgehen kann, hängt auch davon ab, wie lange der Zustand andauert. Hat man immer wieder die Möglichkeit, zu entspannen und von der Hektik des Alltags abzuschalten, rutscht man seltener in ein Burnout als wenn man keine Möglichkeit sieht, dem permanenten Druck zu entkommen. Kommt man mit dem Stress nicht mehr zurecht, ist mit gravierenden Folgen für das Berufs- und Privatleben zu rechnen. Vor allem Männer, die nicht gerne über ihre Probleme sprechen, riskieren auch Potenzprobleme zu entwickeln. Immerhin entsteht das Lustempfinden im Kopf und wer sich ständig im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf zerbricht, kann auch irgendwann im Bett nicht mehr abschalten. Probleme, die zu Erektionsstörungen führen können, lassen sich sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich finden. Ängste vor dem Arbeitsplatzverlust, finanzielle Sorgen, Probleme mit den Kindern sind zum Beispiel Liebestöter.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Der erste Weg bei Erektionsstörungen sollte zum Facharzt führen. Hier können organische Ursachen ausgeschlossen werden. Der Urologe kann auch beurteilen, ob die Einnahme potenzsteigender Mittel Sinn macht. Viagra ist ein die männliche Potenz förderndes Medikament , das heute fast jeder kennt. Die Einnahme von Potenzmittel bei psychischen Ursachen macht aber nur dann Sinn, wenn man parallel dazu auch daran arbeitet, dass zugrunde liegende Problem zu lösen. Schließlich möchte kein organisch gesunder Mann vor jedem Geschlechtsverkehr Pillen einnehmen. Auf jeden Fall ist zu empfehlen, den Partner in die Therapie einzubeziehen. Gemeinsam kann man Lösungen finden. Manche Männer stehen wegen der Mehrfachbelastung so sehr unter Druck, dass sie verlernt haben abzuschalten. Wichtig ist, gemeinsam mit der Familie Möglichkeiten zu finden, wo der Mann zur Ruhe kommen kann. Manche brauchen Sport als Ausgleich, andere entspannen sich am besten beim Treffen mit Freunden, während für den nächsten ein Entspannungstraining Wunder wirkt. Man sollte nicht davor zurückscheuen, sämtliche Möglichkeiten auszuprobieren und für sich selbst zu entscheiden, was am besten hilft. Eine Gesprächstherapie als unterstützende Maßnahme ist ebenfalls zu empfehlen. Dem Therapeuten kann man alles anvertrauen und auch Sorgen äußern, mit denen man Freunde und den Partner nicht belasten möchte. Was genau während der Therapie besprochen wird, hängt unter anderem auch von der Behandlungsmethode ab. In manchen Fällen ist es notwendig, Situationen aus der Kindheit aufzuarbeiten. Nicht jeder hat als Kind von den Eltern gelernt, wie man mit Belastung umgeht. Der Leistungsdruck in der heutigen Zeit ist enorm – viele fühlen sich als Versager, wenn sie einfach einen Nachmittag einmal nichts tun. Dieser Leistungsdruck zieht sich durch alle Lebensbereiche – und endet leider auch nicht vor der Schlafzimmertüre.
Samstag, 13. Juni 2015
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