Sonntag, 15. September 2013

Psychische Faktoren bei Problemen im Liebesleben

Bei den meisten Paaren, die schon viele Jahre zusammen sind, gibt es eine Phase wo das Sexualleben eine untergeordnete Rolle spielt. Nach der Geburt eines Kindes zum Beispiel sind viele Eltern zu müde, um sich dem Liebesspiel zu widmen. Doch oft spielen nicht nur äußere Umstände, sondern auch die Psyche des Partners eine Rolle. Hat man Probleme am Arbeitsplatz oder droht gar ein Jobverlust, haben viele keine Lust mehr im Bett. Die Mehrfachbelastung mit Job, Haushalt und Kindererziehung führt dazu, dass sich so mancher im Alltag überfordert fühlt. Wer sich permanent gestresst fühlt, dem steht der Sinn nicht nach einem ausgedehnten Liebesspiel. Bemerkt der Partner die zunehmende Lustlosigkeit am andere, sollte man offen über die Probleme sprechen. Je offener man mit der Thematik umgeht, umso eher wird man eine Lösung finden. Besonders häufig werden Erektionsstörungen bei depressiven Menschen beobachtet. Der allgemeine Interessensverlust weitet sich im Laufe der Erkrankung auf das Liebesleben aus. Bemerkt man an sich selbst eine anhaltende Traurigkeit und Antriebslosigkeit, sollte man nicht zögern, einen Experten aufzusuchen.

Welche Ängste stecken dahinter?
Menschen, bei denen es im Bett nicht mehr klappt, schaffen es nicht, sich während des Liebesspiels zu entspannen. Ängste unterschiedlicher Art dominieren das Denken. Viele fühlen sich auch im Alltag als Versager und befürchten, auch im Bett nicht den Erwartungen des Partners zu entsprechen. Viele haben Angst davor, die Partnerin nicht befriedigen zu können. Erfüllter Geschlechtsverkehr hat viel mit Entspannung zu tun und wer sich im Bett unter Leistungsdruck setzt, macht sich selbst das Leben schwer. Dabei ist es gerade im fortgeschrittenen Alter normal, dass der Penis ab und zu streikt. Leidet man wochenlang unter Erektionsstörungen, ist es an der Zeit, einen Experten aufzusuchen. Es gibt mittlerweile verschiedene Medikamente, die gegen Erektionsstörungen helfen. Bei einigen Mitteln hält die Wirkung sogar mehrere Stunden an. Stellen sich nach der Einnahme des Medikaments die ersten Erfolge ein, wächst auch das Selbstbewusstsein. Liegt der Erektionsstörung eine psychische Ursache zugrunde, kann es durch die größere Selbstsicherheit passieren, dass es nach einigen Monaten wieder ganz ohne Pillen im Bett klappt. Bevor man Potenzmittel kauft, sollte man allerdings bei einem Experten klären ob eine organische Ursache vorliegt.

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