Billiges Reisen kommt immer stärker in Mode. Hotels wie Hilton, Le Meridien oder Windsor werden immer unbeliebter. Zwar kann man das Ganze nicht so einfach verallgemeinern, aber zumindest bei den Jüngeren ist dieser Trend zu beobachten. Sie machen sich nicht viel aus Champagner trinken und Austern schlürfen, sondern wollen lieber für das gleiche Geld mehr sehen und erleben. Was andere für einen Städteurlaub mit Luxushotel, Top-Sightseeing-Programm, Limousinen und Abendgestaltung ausgeben, verteilen andere lieber auf mehrere Trips. Indem sie in billigen Hostels mit meist Mehr-Betten-Zimmern schlafen und vorwiegend sich selbst versorgen, ersparen sie sich wahnsinnig viel Geld. Statt mit dem Taxi zu fahren, nimmt man die öffentlichen Verkehrsmittel oder steigt sogar gleich auf ein Mietfahrrad um, was bestimmt die günstigste Variante ist. Da kann ein langes Wochenende in einer teuren Stadt dann nur 100 bis 150 Euro kosten und man hat noch genügend Spielraum um andere schöne Fleckchen zu sehen. Außerdem lernt man bei dieser Art des Urlaubs viele interessante Menschen aus aller Welt kennen. Denn diese Hostels sind oft Treffpunkt ähnlicher Charaktere und Reisender. Es werden bereits gesammelte Tipps ausgetauscht und über die Gott und die Welt philosophiert. Die Atmosphäre ist ebenfalls ganz speziell, da es kein steifes Sie gibt und man gleich einfach und locker mit jedem ins Gespräch kommt. Meist sind Duschen, WCs und die Gemeinschaftsküche zu teilen, was bestimmt ein Grund für die schnelle Kontaktaufnahme ist.
Hostels gibt es überall auf der Welt. Egal ob man mit dem Zug nach Italien oder Spanien fährt oder eine Flugreise in etwas fernere Destinationen unternimmt. Natürlich variiert die Qualität der Unterkünfte von Land zu Land. In Skandinavien etwa sind die Hostels meist sehr gut erhalten und gepflegt, während in Venezuela oder Afrika manchmal grobe Mängel bestehen könnten. Da sollte man sich vorinformieren.